„Wenn ihr in diesem Land bleibt, so werde ich euch bauen und nicht niederreißen, pflanzen und nicht ausreißen.“ (Jeremia 42,10a)
DIES IST EIN ERNSTES WORT für die Menschen, die im Land bleiben. Plötzlich sagte Gott: „Verlasst das Land nicht, auch wenn ihr Angst habt. Wenn ihr hierbleibt, werde ich euch bewahren und einpflanzen.“ Diese Worte schickte ich einer Bekannten, nachdem sie mir erzählt hatte, dass sie darüber nachdachte, in die USA zu ziehen. Warum wollte sie auswandern? Weil sie Angst vor den Raketen und Bomben aus dem Libanon hatte.
Doch das ist die Realität in Israel. Im Juni erreichte uns die Nachricht, dass zwei Soldaten nahe der Grenze zum Libanon durch eine mit Sprengstoff beladene Drohne schwer verletzt worden waren. Es waren nicht irgendwelche Soldaten, sondern Männer, die an der Grenze stationiert waren, um ihr eigenes Dorf zu schützen. Sie waren unterwegs, um einen Brand zu löschen, als die Drohne sie traf. Doch wir dürfen auch von Gottes Souveränität Zeugnis geben. Zwei Monate zuvor hatte CFI genau die Helme gespendet, die sie bei diesem Einsatz trugen. Und genau diese Helme retteten beiden Männern das Leben. So durfte CFI tatsächlich dazu beitragen, ihr Leben zu retten. Diese Erfahrung hat uns als Team tief bewegt und demütig gemacht. Natürlich geben wir Gott allen Dank und alle Ehre dafür, dass die Soldaten überlebt haben.
Wir können auch bezeugen, dass diese Männer durch Gebet auf wunderbare Weise Heilung erfahren haben. Obwohl sie schwer verletzt waren, verläuft ihre Genesung viel schneller als erwartet. Während ihrer Genesungszeit besuchten wir beide Soldaten. Sie dankten uns von ganzem Herzen und sagten: „Ohne euer Geschenk wären wir jetzt nicht mehr am Leben.“ Dank Ihrer fortwährenden Unterstützung konnten wir für beide neue Helme kaufen. Sie waren sehr dankbar dafür, dass wir sie erneut mit dem versorgten, was sie brauchten.
Im Mai konnten wir außerdem einen dreitägigen Hilfseinsatz in Shlomi abschließen. Während des Krieges mit der Hisbollah ein Jahr zuvor war das Haus einer Familie durch eine in der Nähe explodierende Rakete schwer beschädigt worden. Die Wände waren aufgerissen und die Dachbalken beschädigt. Orly, die als Köchin arbeitet, fehlen Einnahmen, weil sie keine funktionsfähige Küche hat. Durch den Krieg waren die Zustände in ihrem Zuhause untragbar geworden. Gemeinsam mit vier Freiwilligen arbeiteten wir drei Tage lang mit großem Einsatz daran, das stark beschädigte Haus zu reinigen und wieder Ordnung hineinzubringen. Es war wunderschön zu sehen, wie Orlys Lächeln immer strahlender wurde, während das Chaos um sie herum nach und nach wich. Als zusätzliches Geschenk durften wir dieser uns sehr am Herzen liegenden Familie neue Möbel spenden.
UNSERE LIEBE SICHTBAR MACHEN
Gott hat Sein Volk zurückgebracht, um es hier zu bewahren und einzupflanzen. Deshalb ist unsere Arbeit so wichtig: Wir unterstützen die Menschen an den Grenzen Israels. Manchmal werden sie von Angst und Unglauben überwältigt. Dann dürfen wir ihnen zur Seite stehen und ihre Arme stützen, so wie Aaron und Hur es für Mose taten. Wir sind hier, um in guten wie in schweren Zeiten an ihrer Seite zu bleiben. Wir werden nicht fortgehen. Und sie wissen, dass sie in CFI beständige und treue Freunde haben. Die Nachricht eines unserer jüdischen Freunde hat uns sehr ermutigt: „Sie sind freiwillig gekommen, um uns in unseren schwersten Stunden zu helfen. Dabei durften wir echte Liebe erfahren! Vielen Dank!“
Gert
Projekt „Kommunen unter Beschuss“